Gewöhnlicher Grindwal

Gewöhnlicher Grindwal

Globicephala melas

 

Verbreitung: Gemäßigte und subpolare Gewässer.

Nahrung: Makrelen, Krebse, Tintenfsche.

Rote Liste: Keine ausreichenden Daten:

 

Gewicht: 3.500 kg

Länge: 7,6 m

Tauchdauer: 20 min

Tauchtiefe: 600 m

Population in der Meerenge: 200-250

Vorkommen: Ganzjährig

 

Sein lateinischer Name bedeutet »Schwarzer Kugelkopf«. Eine langsam schwimmende Art, die hier keine größeren Wanderungen unternimmt, sondern hauptsächlich ihrer Beute hinterherzieht. Ein ausgewachsenes Männchen wird bis zu 7,6 m lang und 3,5 t schwer.

12–15 Grindwalfamilien haben ihre Füttergründe in der Meerenge und sind somit regelmässig anzutreffen.

 

Lebensweise:

Grindwale sind exelente Tieftaucher. Bei der in der Regel in der Nacht stattfindenden Nahrungsaufnahme tauchen die Tiere bis in eine Tiefe von 600 Metern um dort auf die Jagd nach Tintenfischen zu gehen. Diese Tauchgänge dauern selten länger als 10 Minuten.

 

Die Tiere leben wie viele andere Delfinarten in Schulen zusammen. Diese bestehen in der Regel aus durchschnittlich 40 Tieren. In Futtergebieten oder während der Paarungszeit sind aber auch Schulen von bis zu 600 Tieren gesichtet worden. Das soziale Gefüge der Schule ist stark und die Gruppe wird immer von einem Leittier angeführt (Daher auch der Name Pilotwal).

Das intensive Sozialverhalten der Tiere wird diesen leider auch häufig zum Verhängnis. Immer wieder stranden ganze Schulen dieser Delfinart und verenden qualvoll erdrückt durch Ihr eigenes Gewicht. Ist eines der Tiere verwundet, flieht es in Panik und die restlichen Tiere folgen Ihm. Nicht selten geraten Sie dabei in seichtes Wasser.

In niedrigem Wasser können sich die Tiere nicht mehr orientieren, da Ihr Echo-Ortungssystem versagt. Es gibt unterschiedliche Theorien über die Gründe von Strandungen. Umwelteinflüsse, künstliche Veränderungen von Meeresgebieten, Einsatz von Sonargeräten an Bord von Kriegsschiffen und Anomalien des Erdmagnetfeldes stehen in Verdacht Strandungen zu verursachen.

 

Neben dem Menschen hat der Grindwal nur wenige Feinde. Zu Ihnen gehören Schwertwale und große Haiarten.

 

In der Meerenge von Gibraltar stellen die Big Game Fischer eine Gefahrenquelle für die Tiere da. Die Fischer fahren in dem Irrglauben, dass sich unter den Grindwalen große Fischschwärme aufhalten, ohne Rücksicht mitten durch die Grindwalgruppen und ziehen ihre unsichtbaren Fangleinen hinter sich her. Leider sieht man immer wieder Tiere, denen die Rückenflosse vermutlich von einer Angelschnur durchtrennt worden ist.